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Release

The Haunted Man Bat For Lashes

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Bat for Lashes präsentiert ein künstlerisch anspruchsvolles und emotional sehr differenziertes Popwunder mit dem wohl emanzipiertesten Albumcover des Jahres.

Inspiration holte sie sich beim Gärtnern, in der Literatur, in alten englischen Filme und – auf Rat von Thom Yorke, der großer Fan ihrer Musik ist – beim Malen. Wie gut, dass es Khan so gelang, ihre Inspirationskrise zu überwinden, die sie nach eigenen Angaben nach ihrer Tour zur Vorgängerplatte „Two Suns“ heimsuchte. Sonst wäre der Musikwelt vielleicht diese zauberhafte Platte vorenthalten geblieben. Ein wenig hört man ihr auch an, dass die Interpretin in nicht-musikalischen Kunstformen nach Ideen gesucht hat. „The Haunted Man“ klingt stellenweise theatralisch, die Texte sind poetisch und voller Metaphern. Auch musikalisch probiert sich die Tochter einer britischen Mutter und eines pakistanischen Vaters durch diverse Genres. Die Single-Auskopplung „Laura“ ist eine bittersüße Piano-Ballade mit gewaltigem Gänsehautpotential, „A Wall“ präsentiert sich als pulsierender Popsong mit dezenten Synthies, „Deep Sea River“ klingt – passend zum Titel – auch merklich deep. Das Titelstück „The Haunted Man“ wartet mit treibenden Trommeln männlichem Background-Chor auf und krempelt so gängige Pop-Konventionen souverän um.

Insgesamt beeindruckt das Album durch einen Sound, der von Stück zu Stück positive Überraschungen bereit hält und so auch nach dem x-ten Hören alles andere als langweilig wird. DAS Album für einen langen, unerfreulichen Winter!

Sina Klimach | 5. Nov 2012
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