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Release

Silence Yourself Savages

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Kantige Rhythmen, gewaltige Noise-Ergüsse – auf ihrem mit Spannung erwarteten Debüt treten Savages in die Fußstapfen der Größen des Post-Punk

Die weibliche Antwort auf Joy Division ist endlich gefunden. Zwar lief das Post-Punk Revival schon vor über zehn Jahren an, doch erst jetzt tritt mit Savages das Pendant zu Ian Curtis und Co. auf den Plan. Ist das nun schlechtes Timing? Definitiv nicht, denn ein so starkes Albumdebüt wie Silence Yourself hat zu jeder Zeit seine Berechtigung. Innerhalb von zwei Jahren hatte sich die britische Band einen Ruf als phantastischer Liveact aufgebaut – und die Feuerprobe meistern sie nun auf beeindruckende Art und Weise.

Silence Yourself wird mit Shut Up, einem drängenden, enorm tanzbaren Post-Punk-Kracher eröffnet. Mit ihren schnelleren, hektischen Songs verstehen es die Ladys aus London, den Hörer ansatzlos mitzureißen. Bemerkenswert ist, dass sie vor allem bei langsameren, atmosphärischen Stücken wie Strife fast noch mehr glänzen. Weitere Highlights sind She Will“ mit einem grandiosen Bassriff und äußerst sphärischer Gitarre, No Face und Husbands. Der Gesangsstil läuft wie bei Ian Curtis Gefahr, auf Dauer monoton zu werden. Aber das dürfte Fans dieser Art von Musik kaum schrecken.

Der Hype um Savages kommt nicht von ungefähr, denn diese Band ist einfach aufregend. Der reduzierte Sound zeigt sich oft nüchtern und karg, wird jedoch immer wieder von mächtigen Noise-Ausbrüchen überrollt. Die Rhythmen sind kantig und vom Bass dominiert. Savages vermengen Post Punk mit Goth Rock, daher liegen Vergleiche zu Siouxsie & The Banshees, Bauhaus und den bereits genannten Joy Division nahe. Der Vorwurf, ihre Idole nachzuahmen, geht dabei ins Leere. Savages begeistern mit einem ganz eigenen Stil.

Klaas Ilse | 22. Mai 2013
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