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Release

Carrie & Lowell Sufjan Stevens

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Oft hat Sufjan Stevens die Folk-Musik mit neuen Ansätzen umgekrempelt. Nun hat er ein reduziertes Album geschrieben und es seiner verstorbenen Mutter gewidmet.

Sufjan Stevens ist ein großer Künstler, keine Frage. Er steht für einen experimentellen Folk-Ansatz, den er selber immer wieder in Frage stellt, ohne dabei seinen Humor verlieren. Sein Album "Enjoy Your Rabbits" widmete sich dem chinesischen Tierkreis auf elektronische Weise, "The Age Of Adz" mixte vorhandene und neue Stile zu einem avantgardistischen Ganzen. All das hätte endlos so weiter gehen können, wäre mit dem Tod seiner Mutter nicht die Trauer in Sufjan Stevens Werk getreten. Auf "Carrie & Lowell" singt er über sein Verhältnis zur Mutter und seinem Stiefvater, es ist ein stilles, intimes Werk geworden, getragen von seiner flüsternden Stimme, das in seinen vielen verzweifelten Momenten an Elliott Smith erinnert ("No Shade In The Shadow Of The Cross", "Blue Bucket Of Gold") und in den helleren an Simon & Garfunkel ("John My Beloved").

Ina Linden | 27. Mär 2015
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