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Release

Rain Crow Tony Joe White

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Der Jimi Hendrix aus dem Delta ist zurück! "Rain Crow", Tony Joe Whites 19. Album, ist sumpfiger, rabenschwarzer, rauchiger Blues in Bestform.

Er ist der Mann fürs Grobe – zumindest, was den Blues-Rock angeht. Auf "Rain Crow" beweist Tony Joe White das einmal mehr, er, dieser Sumpfling, dieser Blues-Veteran, der Hits für Tina Turner schrieb, der schon Ende der 60er mit "Polk Salad Annie" einen riesigen Hit hatte. Understatement pur ist dennoch die gültige Währung auf dem 19. Zeugnis "Rain Crow". Staubtrocken, düster, rauchig und stoisch klingt sein Blues, roh, kantig und minimalistisch. Die Slide-Gitarre zerrt sich Ein-Akkord-Melodien ab, die zeitweilig aufblitzende Mundharmonika tönt wie ein Kojote durch die Nacht, Whites Gesang ist knurrig, rauchig, nicht allzu gut gealtert. Zum Glück, alles andere würde auch nicht zum bärbeißigen Bluegrass-Sound passen, den er noch immer mit jeder Menge Gusto exorziert. Monoton, finster und voller Voodoo sind seine Geschichten, entsprechend magisch seine Songs, die nach dem schlammigen Ufer des Mississippi schmecken, nach langen Nächten an den Ufern dieses mächtigen Stroms. Schön und gespenstisch zugleich.

Björn Springorum | 27. Mai 2016
Nr.
Titel

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