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Artist

Farid Bang

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Biographie

Farid Bang (* 4. Juni 1986 in Melilla, Spanien; bürgerlich Farid Hamed El Abdellaoui, arabisch فَرِيدْ أَلْعَبْدَلَاُوِي Farīd al-'Abdalāwī, DMG Farīd ʾal-ʿAbdalāwī) ist ein deutscher Rapper marokkanischer Abstammung, der stilistisch dem Genre Gangsta-Rap zuzuordnen ist. Seit 2014 veröffentlicht er seine Werke über sein eigenes Label Banger Musik. Zuvor war er bei Seven Days Music unter Vertrag. Bei Banger Musik nahm er u. a. die Rapper KC Rebell, Majoe und Jasko sowie Summer Cem unter Vertrag. Drei seiner Alben wurden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert.

Farid Bang wuchs bis zum achten Lebensjahr in Torremolinos in der spanischen Provinz Málaga auf, ehe seine Familie nach Düsseldorf zog. Die Schule schloss er mit einem Realschulabschluss ab. Mit 19 Jahren fing er, inspiriert von seinem Freund Tekken, mit dem Rappen an. Als er durch Summer Cem Eko Fresh kennenlernte, unterschrieb er einen Vertrag bei dessen Label German Dream Entertainment. 2005 erschienen drei Lieder mit ihm auf Eko Freshs Mixtape Fick immer noch deine Story, Ekos Abrechnung mit Kool Savas. Zu dieser Zeit benutzte Farid Bang noch das Pseudonym Farid Urlaub (in Anlehnung an Farin Urlaub). Für 2006 war ursprünglich ein Album namens Ghetto Kodex vorgesehen, das jedoch nicht realisiert wurde.

Am 4. Juli 2008 erschien Farid Bangs Debütalbum Asphalt Massaka über German Dream Entertainment. Das Album war jedoch erfolglos. Anschließend machte er aber mehr Leute als Battle-Rapper auf sich aufmerksam. 2009 beteiligte er sich an den beiden „Diss-Tracks“ Westdeutschland Kings (auf der Kompilation Chronik 2) und Fanpost, die sich gegen Aggro Berlin, Fler, Godsilla und Kitty Kat richteten. Anschließend startete der Rapper MOK einen sogenannten Beef mit ihm. Anfang 2012 wurde das im Jahr zuvor erschienene Album Banger leben kürzer von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert. „Ausschlaggebend für die Indizierung sind die Lieder Nr. 2 Du fils de Pute, Nr. 3 3 mal im Leben, Nr. 6 Bitte Spitte 5000, Nr. 7 Neureiche Wichser (NRW), Nr. 8 Ein Stich genügt, Nr. 9 Banger leben kürzer und Nr. 13 Willkommen auf der Kö. Die Lieder wurden als verrohend und zu Gewalttätigkeit anreizend bzw. als unsittlich und frauendiskriminierend eingestuft“, so die BPjM gegenüber Rap.de.

Am 27. Januar 2012 erschien mit Der letzte Tag deines Lebens das vierte Soloalbum, welches in der ersten Chartwoche auf Platz 3 der deutschen Albumcharts einstieg. Mit Jung, brutal, gutaussehend 2 erschien am 8. Februar 2013 ein gemeinsames Album mit Kollegah. Es stieg in der ersten Verkaufswoche auf Platz 1 in die deutschen Charts ein und war bis zur Veröffentlichung von King von Kollegah das in der ersten Woche meistverkaufte Deutschrap-Album. Am 4. März wurde bekannt, dass das Album für über 100.000 verkaufte Exemplare die Goldene Schallplatte erhielt. 2012 gründete er sein eigenes Label Banger Musik.

2013 spielte Farid Bang eine Nebenrolle als Paco in dem Film Fack ju Göhte, an der Seite von Elyas M’Barek und Karoline Herfurth. Auch in der Fortsetzung Fack ju Göhte 2 von 2015 hatte er einen kurzen Auftritt in dieser Rolle.

Am 14. März 2014 erschien Farid Bangs fünftes Soloalbum Killa, mit dem er erstmals als Einzelkünstler die Spitze der deutschen Charts erreichte. Dies konnte er mit seinem sechsten Soloalbum Asphalt Massaka 3, veröffentlicht am 27. März 2015, wiederholen.

Für die deutsche Ausgabe des Soundtracks zum Film Creed – Rocky’s Legacy nahm Farid Bang den Song Creed auf, der zum Filmstart im Januar 2016 veröffentlicht wurde.

Am 27. Mai 2016 erschien Farid Bangs siebtes Soloalbum Blut.

Farid Bang ist bekannt dafür, häufig Beef (auf Deutsch: Streit), also in der Regel verbale Streitigkeiten, die z. B. durch Beleidigungen („Disses“) auf Platten ausgetragen werden, mit anderen Rappern zu haben. So kam es zu verbalen Konflikten mit u. a. Sido, Franky Kubrick, MOK, Alpa Gun, Fler, Silla und Kayef.

Einen jahrelangen Streit liefert sich Farid Bang mit Fler und anderen Rappern von dessen Label Maskulin. Farid Bang stichelte im Song Westdeutschlands Kings, welchen er 2009 mit Kollegah und Favorite aufnahm, gegen Fler und veröffentlichte im Jahr 2010 den Disstrack Stress ohne Grund, welcher sich musikalisch an das im Jahr 2002 veröffentlichte Lied Carlo Cokxxx Nutten von Fler anlehnt. Zudem stichelte er auf dem Album Asphalt Massaka 2 oft gegen Fler.

Fler antwortete 2011 durch den Song Südberlin auf Bewährung, in dem er auch Kollegah angriff. Außerdem veröffentlichte er 2012 mit Silla das Lied Geh beiseite, welches ebenfalls Angriffe gegen Farid Bang und Kollegah beinhaltet. Zudem wurde im selben Jahr von den Maskulin-Artisten G-Hot und Nicone ein Disstrack gegen Farid Bang und Kollegah veröffentlicht.

Auf dem Album Jung, brutal, gutaussehend 2, das 2013 von Kollegah und Farid Bang veröffentlicht wurde, stichelte Farid Bang wieder gegen Fler. Auf dem im selben Jahr veröffentlichten Album Blaues Blut antworteten die Rapper Fler, Silla und Jihad auf die Sticheleien von Farid Bang. Zudem veröffentlichte Fler den Disstrack Mut zur Hässlichkeit, in dem er Farid Bang und Kollegah disste und sie anschließend noch imitierte. Auf dem ebenfalls 2013 veröffentlichten Song Der blutige Pfad 2 antwortete Farid Bang auf die Sticheleien von Silla.

Farid Bang kündigte sein fünftes Soloalbum unter dem Titel Killa an. Dies wurde von Silla und dessen Anhängern als Anspielung auf das Pseudonym „Silla der Killa“ verstanden. Fortan folgten Sticheleien über die Netzwerke Instagram und Facebook. Später kündigte Silla sein nächstes Soloalbum unter dem Titel Banger an.

Anfang Januar 2014 betitelte Farid Bang Fler mehrmals öffentlich als „Hurensohn“. Fler gab daraufhin öffentlich seinen angeblichen Wohnsitz bekannt, bot Farid an, die Auseinandersetzung „eins gegen eins“ zu lösen und drohte ihm, „du wirst nach diesem Kampf im Krankenhaus liegen“. Als Reaktion darauf gab Farid Bang an, „einfach mal bald“ bei Fler „vorbei“ zu kommen. Wenige Tage später bot Farid Bang ihm an, die „Scheurenstrasse“ in Düsseldorf aufzusuchen.

Ende Januar 2014 beendeten Farid Bang und Fler ihren „Beef“ öffentlich. Beide gaben jedoch an, ihre in der Vergangenheit aufgenommenen Tracks trotzdem veröffentlichen zu wollen.

Im Sommer 2014 wurde der Beef zwischen Farid Bang und Fler erneut angeheizt, da sich Farid Bang mehrfach auf Facebook über Flers Freundin lustig machte. Fler antwortete mit einem Brief, in dem er Bang als „Gast in Deutschland“ bezeichnete und dazu aufforderte, zurück in sein Land zu gehen. Der Brief sorgte für ein großes Echo, auch außerhalb der Rapszene, wobei Fler oft stark angegangen und als Nazi bezeichnet wurde. Sowohl Fler als auch Farid Bang kündigten darauf für ihre kommenden Alben weitere Beleidigungen gegen den jeweils anderen an.

Ein weiteres Highlight erreichte der Beef, als sich Fler in den Albumplayer von Farid Bang auf dessen Facebook-Seite einhackte. Während der Hörprobe zum Song Asozialer Marokkaner war eine Ansage von Fler zu hören. Eine Reaktion Farid Bangs blieb daraufhin aus.

Chartplatzierungen solo

Chartplatzierungen als Gastmusiker

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Goldene Schallplatte

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