Skip to main content

Artist

Aretha Franklin

0

Biographie

Aretha Louise Franklin (* 25. März 1942 in Memphis, Tennessee) ist eine US-amerikanische Soul-Sängerin, Songwriterin und Pianistin. Sie wird auch die „First Lady of Soul“ oder „Queen of Soul“ genannt. Ihre musikalisches Spektrum schließt jedoch auch R&B, Gospel, Jazz bis hin zu Pop und Dance ein. In ihrer mittlerweile sieben Jahrzehnte dauernden Karriere wurde sie 18-mal mit dem wichtigsten amerikanischen Musikpreis, dem Grammy, ausgezeichnet. Keine andere Sängerin hatte darüber hinaus mehr Titel in den amerikanischen Charts, nämlich 73 Singles zwischen 1961 und 1998. Eine ihrer berühmtesten Aufnahmen ist der Nummer-eins-Hit Respect, der von der Zeit als „Manifest des schwarzen Befreiungskampfes“ bezeichnet wurde und nicht nur als einer der bedeutendsten Soul-Klassiker gilt, sondern auch als eine der größten Hymnen der Frauenbewegung. Im Jahr 1987 wurde Franklin als erste Frau in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Die Musikzeitschrift Rolling Stone kürte sie 2010 zur besten Sängerin aller Zeiten. Franklin gehört außerdem zu den Interpreten mit den meisten verkauften Tonträgern weltweit.

Aretha Franklin wurde am 25. März 1942 in Memphis, Tennessee geboren. Ihr Vater Clarence LaVaughn Franklin war ein bekannter Baptistenprediger in den Vereinigten Staaten. Aretha wuchs mit vier Geschwistern in der Industriemetropole Detroit (US-Bundesstaat Michigan) auf. Schon sehr früh kam sie durch ihren Vater mit der Musik in Berührung. Sie sang mit ihren beiden Schwestern Carolyn und Erma im Chor der „New Bethel Baptist Church“ ihres Vaters. Bekannte Musiker und Sänger wie Mahalia Jackson, Sam Cooke, Clara Ward und die Ward Sisters erschienen zu den Gottesdiensten. Gesangs- und Klavierunterricht nahm Aretha bei James Cleveland.

1956 erschien ihre erste LP, ein Gospelalbum. Im Alter von 18 Jahren begann sie, neben der Gospelmusik auch Popmusik aufzunehmen. Bei Columbia Records wurde 1960 ihre erste Popschallplatte veröffentlicht. Die LP blieb zwar ohne Erfolg, doch eröffnete sie ihr eine neue Karriere als Clubsängerin. 1967 wechselte sie zu Atlantic Records und schaffte dort den Durchbruch gleich mit ihrer ersten Single I Never Loved a Man (The Way I Love You), die sich über eine Million Mal verkaufte. Mit dem Lied Respect wurde sie Ende der 1960er Jahre endgültig zu einer der Ikonen der schwarzen Musik in den USA und das Lied wurde in ihrer Interpretation zu einer Hymne der afroamerikanischen US-Bevölkerung.

Nach ihrem Auftritt in dem Film Blues Brothers wechselte sie 1980 zu Arista Records und konnte an ihre alten Erfolge mit weiteren Nummer-eins-Hits und Grammys anknüpfen. Ihre erfolgreichsten Alben wurden Jump to It (produziert von Luther Vandross), Who’s Zoomin’ Who (produziert von Narada Michael Walden) und A Rose Is Still a Rose. In ihren Arista-Jahren nahm sie viele Duette auf, unter anderem I Knew You Were Waiting (For Me) mit George Michael, Sisters Are Doing It for Themselves mit Annie Lennox von den Eurythmics, Gimme Your Love mit James Brown und Through the Storm mit Elton John. 1998 sprang sie gar für Luciano Pavarotti ein und sang Puccinis Opernarie Nessun dorma. 1999 erschien ihre Autobiografie From These Roots.

Für ihr Duett mit Mary J. Blige erhielt Aretha Franklin im Frühjahr 2007 bei der 50. Grammy-Verleihung ihren 20. Grammy Award. 2008 erschien ihr erstes Weihnachtsalbum This Christmas Aretha. In der im gleichen Jahr von der Musikzeitschrift Rolling Stone veröffentlichten Liste Die 100 besten Sänger aller Zeiten stand Franklin auf dem ersten Platz. Am 20. Januar 2009 sang sie anlässlich der Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama vor etwa zwei Millionen Menschen. 2011 erschien auf ihrem eigenen Label Aretha’s Records A Woman Falling Out of Love. Kurz darauf kehrte sie zu einem großen Label zurück und veröffentlichte 2014 auf RCA Records ein Coveralbum mit Pop- und Soulklassikern.

Aretha Franklin erhielt zahlreiche Musikpreise, darunter auch mehrere Grammy Awards. Den Grammy Award for Best Female R&B Vocal Performance erhielt sie elfmal, zusätzlich 1968 den Grammy Award for Best R&B Performance. 1987 wurde sie am 3. Januar als erste Frau in die ein Jahr zuvor gegründete Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, und 1990 wurde sie mit dem Grammy Living Legends Award ausgezeichnet. 1994 erhielt sie den Lifetime Achievement Award, und 2005 wurde ihr die Presidential Medal of Freedom durch George W. Bush überreicht. 2012 wurde sie in die Gospel Music Hall of Fame der Gospel Music Association aufgenommen. Am 12. Juli 2014 wurde ein Asteroid nach ihr benannt: (249516) Aretha.

Timeline